Greiz-Reinsdorf

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Eine Kaffeetafel hoch über der Stadt

Sie besteht schon seit Mitte der 1950er Jahre, die Partnerschaft zwischen den Kirchgemeinden Reinsdorf und der kleinsten Stadt Baden-Württembergs, Widdern a.d. Jagst mit ihren etwa 2000 Einwohnern. Während der Zeit der Teilung Deutschlands im wesentlichen nur auf die Pfarrämter beschränkt und den Brief und Paketversand zu den Feiertagen, brachte der Fall der Mauer auch die Menschen endlich zusammen. Es folgte der Abschluss eines Partnerschaftsvertrages mit dem damals noch eigenständigen Reinsdorf und fortan ein reger gegenseitiger Besuch. Seit Ende der 1990er Jahre hat man sich auf einen zweijährigen Rhythmus geeinigt und so war nach dem Besuch der Reinsdorfer im Jahr 2009 nun der Gegenbesuch aus Widdern angesagt. Während der Freitagabend ganz in Familie zugebracht wurde, hatte man für den Samstag einiges geplant.

Zunächst ging es frühmorgens in die Greizer Vereinsbrauerei. Dort erlebten Gäste und Gastgeber in rund 90 Minuten einen tiefen Einblick in die Kunst des Brauens edler Biere. Voller Herzblut erklärte Braumeister i.R. Dr. Wächter die hochwertigen Anlagen und gab detaillierte Erläuterungen auf die zahlreichen Anfragen aus den Reihen der fünfzig Teilnehmer der Führung.

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Nach diesem Grundkurs zum Brauer und Mälzer nahm man auf dem Brauereihof platz und ließ sich Roster und Steaks der Fleischerei Matthias Leucht schmecken. Dazu gab es Salate der Gastgeberinnen und Brötchen der Landbäckerei Wolfgang Leucht. Frisch gezapftes Schlosspils und Fürstenbräu, ausgeschenkt von zwei Braumeistern rundeten das Mittagsmenü ab.

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Das nächste Ziel war das Obere Schloss. Vom Bushalteplatz vor dem Unteren Schloss zum Torhaus ging es mit dem Kleinbus den Schlossberg hinauf. Dieser exzellente Service von City-Taxi kam besonders bei den älteren Gästen gut an.

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Im Foyer des Museums angekommen, gab es für alle ein Gläschen Sekt zur Begrüßung. Die Stimmung war so ausgelassen, dass man sich spontan zu einer Abwandlung von Walter Rothenburgs „So ein Tag, so wunderschön wie heute ...“ hinreißen lies. Es folgte ein mit viel Interesse aufgenommener Rundgang durch die im vergangenen Spätherbst eröffneten Räume der Museen der Schloss- u. Residenzstadt Greiz.

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 Während die Mitarbeiter des Museums den Gästen Stadtgeschichte und den Stammbaum der Reußen nahe brachten, dekorierten die Frauen des Reinsdorfer Kirchenchors die im Großen Fürstensaal aufgestellten Tische zu einer attraktiven Kaffeetafel, platzierten Gedecke und stellten Teller mit hausbackenem Kuchen auf.
Das gemeinsame Kaffeetrinken im bezaubernden Ambiente des Fürstensaals wird sich zweifelsohne als unvergessliches Erlebnis bei allen Teilnehmern einprägen.

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Als Abschluss des Nachmittags auf dem Oberen Schloss führte Frau Peters die Gesellschaft noch auf den Schlossturm und gab Erläuterungen zur Geschichte des Bauwerks und des restaurierten Uhrwerks der Turmuhr hoch über der Stadt. Schlussendlich gab es dann noch einen tiefen Einblick in den bei Bauarbeiten gefundenen Brunnen.

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Der Tag klang bei einem geselligen Abend in der Gaststätte „Zur Salzmest“ aus. Gastwirt Christian Taubert hatte zum Schlachtfest geladen und überraschte Gäste wie Gastgeber mit Fleisch und Wurst aus eigener Produktion.

Das erlebnisreiche Wochenende wurde am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Reinsdorfer Kirche beendet. Der Chor wurde von KMD Otto begleitet. Bürgermeister Michael Fr. Reinert aus Widdern bedankte sich herzlich für die Gastfreundschaft, hob lobend die Attraktivität der Stadt Greiz und unseres Vorortes sowie die Veränderungen seit des letzten Besuchs vor vier Jahren hervor. Reinsdorfer wie auch die Widderner freuen sich schon auf den Gegenbesuch im Jahr 2013.

Michael Hendel

Zur Salzmest                                                                                                                 Museen Greiz

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Bäckerei Leucht

Der Ortschaftsrat dankt allen Sponsoren und Helfern für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Treffens mit unseren Freunden aus Widdern

Frank Schobert

Matthias Leucht

Das beste Mittel,
jeden Tag gut zu beginnen:
beim Erwachen daran denken,
ob man nicht wenigstens
einem Menschen eine Freude machen könnte.


(Friedrich Nietzsche)

Voehler Michael

Kniebel

Schloß Pils