Greiz-Reinsdorf

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Zur Geschichte unseres Heimatortes

Zur Dokumentation eines Ortes gehört nun einmal eine Beschreibung, und in ihr muss vor allem etwas Geschichtliches zu lesen sein, denn die Leute wollen doch wissen, was früher auf dem Fleckchen Erde geschah, dass sie ihre Heimat nennen.

Die Heimat ist die heilige Scholle, ist Paradies und ist Glück; und wäre sie Wüste und Hütte, dein Herz bringt dich zurück.
Dort hast du die Wurzeln geschlagen; dort sang dich die Mutter zur Ruh, dort rauschen die Abendwinde dir seligen Frieden zu.
Reinhold Braun

Über lustige Begebenheiten der Vergangenheit wollen sie lachen und über ernste Dinge still nachdenken. Dabei erkennen die Menschen, was gut war damals. Sie finden aber auch heraus, dass an der "guten alten Zeit" manches schlecht war, und sie lernen daraus.

Aber eine Dokumentation entsteht nicht von selbst, und vor allem mit dem Geschichtlichen ist das so eine Sache. Manche Leute stellen sich vor, dass man nur in einer Chronik nachzusehen und daraus etwas Passendes abzuschreiben braucht. Was aber, wenn es einen solchen Chronisten vergangener Generationen geschriebener Ortsgeschichte nicht gibt? Nun, dann muss man eben mühsam herumsuchen in Kirchenbüchern, alten Akten und Urkunden, und das Ergebnis ist immer Stückwerk, wenn diese schriftlichen Quellen nur lückenhaft vorhanden sind.

Es gibt aber bei mancher eingesessenen Familie noch solche Zeugen der Vergangenheit, die uns Aufschluss über die Geschichte unseres Heimatortes geben könnten. Sie sind jedoch nicht bekannt und können deshalb nicht ausgewertet werden. Andere Dokumente befinden sich in irgendwelchen Archiven, zu deren Reinsdorf einmal gehört hat. Sie zu finden, ist eine umfangreiche Arbeit.

So können es nur Bruchstücke aus der Reinsdorfer Geschichte sein, die der wissensdurstige Leser in dieser Schrift findet. Auf den Hintergrund der großen Menschheitsgeschichte gebracht, sollen sie ein einigermaßen anschauliches Bild vom ewigen Gesetz der stetigen Vorwärtsentwicklung in der menschlichen Gesellschaft geben.

Aus dieser Sicht bittet der Verfasser der vorliegenden Dokumentation um das Verständnis der Leser, wenn dem einen oder anderen Bürger möglicherweise Informationen bekannt sind oder historisches Material vorliegt, welches hier keine Berücksichtigung gefunden hat.

Juli 2000 Lothar Dittrich

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